Liebe Mitglieder und Freunde des CDU Gemeindeverbandes Steißlingen,

 
 
ein harter Wahlkampf liegt hinter uns und das Ergebnis war nicht lustig. Fangen wir mit dem Positiven an. Wir hatten in Baden-Württemberg eine Wahlbeteiligung von 70,8%, in Steißlingen von 75,7%. Die CDU erreichte in Baden-Württemberg 27,0%, in Steißlingen 31,0%. Jetzt wollen wir darauf mal nicht allzu stolz sein, sondern nur ein bisschen, haben wir es doch geschafft im Dorf von Dorothea Wehinger, die ein sehr gutes Ergebnis eingefahren hat, wofür wir ihr natürlich sehr herzlich Gratulieren und ihr Glück und Erfolg wünschen, nur 1,1% hinter den Grünen zu bleiben. Man soll ja nicht nach unten schauen, sondern sich nach oben, zu den Besten orientieren, schlimm genug, dass wir überhaupt hinter den Grünen liegen, aber in anderen Gemeinden sieht es noch viel schlimmer aus. Richtig unangenehm ist die Tatsache, dass auch in Steißlingen die AfD ein Ergebnis von 12,4% eingefahren hat. Das macht mir persönlich ein wenig Sorge und dies sollten wir zum Anlass nehmen, sofort damit zu starten, unsere Partei im Dorf so zu platzieren, dass wir dies beizeiten wieder regulieren können. Nichts desto trotz muss man diese Partei ernst nehmen und sich damit auseinandersetzen. Umso mehr, da immer behauptet wurde, dass extreme Parteien dann starke Ergebnisse haben, wenn die Wahlbeteiligung schwach ist. Das war diesmal nicht so! Und hier appelliere ich an alle demokratisch orientierte Parteien, mitzumachen, um diesen Lapsus zu korrigieren.
 
Auf jeden Fall möchte ich an dieser Stelle allen meinen Dank ausdrücken, die sich an der Wahl beteiligt haben, die im Regen am Stand waren, die Plakatiert haben, die Veranstaltungen besucht haben und die, die Werbung für unsere Partei und ihre Kandidaten gemacht haben. Auch wenn das Ergebnis nicht wirklich berauschend ausgefallen ist, ein herzliches Dankeschön!
 
Was mich ein wenig betrübt sind die Worte, die man schon kurz nach der Wahl von unseren Politikern liest. Ich hoffe, hier hat die Presse das eine oder andere falsch verstanden und nicht ganz richtig rübergebracht. Wenn ein Günther Oettinger sagt, dass Schwarz – Rot – Gelb besser wäre, wie Grün – Schwarz, dann weiß ich nicht, wie man Wahlergebnisse interpretieren soll. Wenn ich lesen muss, dass Guido Wolf den Anspruch erhebt, Ministerpräsident sein zu wollen? Meines Erachtens hat der Wähler sehr positiv die Grünen, die FDP und die AfD gewählt. Ab gewatscht wurden die CDU und die SPD. Jetzt kann man noch mit ein wenig Geschick und einer leichten Arroganz anhand des zweithöchsten Stimmenanteils von 27,0% (alleine diese Prozentzahl ist eine schallende Ohrfeige für uns!) behaupten, dass der Wähler in Baden-Württemberg Grün – Schwarz möchte. Dann muss es aber auch schon gut sein. Wir haben unsere Sache einfach nicht gut genug gemacht und müssen nun daraus lernen. Es hat m.E. auch keinen Wert die sog. Flüchtlingskrise dafür verantwortlich zu machen. Fakt ist, die Wähler haben in Baden-Württemberg unsere Kandidaten gewählt (oder auch nicht, im Falle der CDU). Also müssen wir überlegen, was bei uns falsch gelaufen ist. Und da steht es uns nicht gut an mit Arroganz zu glänzen, ein wenig Demut wäre angebrachter. Vielleicht muss man auch mal bei den (ehemaligen) kleinen Parteien zuschauen. Immerhin haben sie es diesmal besser gekonnt.
 
Was ich äußerst Schade finde, ist das Ergebnis von Wolfgang Reuther. Mit ihm haben wir einen guten Mann für unsere Region verloren, der sich viel für diese eingesetzt hat. Ich hoffe sehr, dass er uns in Stadt- und Kreisverbänden erhalten bleibt und dass er die Kraft und Motivation findet, weiter am Ball zu bleiben.
 
Nach der Wahl ist vor der Wahl und lassen wir den Kopf nicht hängen. Überlegen wir, wie wir es beim nächsten Mal besser machen können und unsere Partei wieder zur alten Stärke führen können. Fangen wir gleich damit an und lassen nicht viel Zeit verstreichen!
 
Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Helfer und Mitstreiter, auf ein Neues,
 
mit herzlichen Grüßen,
 
ihr Dirk Ströber
1. Vorsitzender



Für unsere Arbeit im Gemeinderat der Gemeinde Steißlingen haben wir uns folgende Ziele gesetzt:


 
19.02.2016 | Regina Renz
Der bis zum letzten Stuhl gefüllte Saal an Mitgliedern im Cafe Sättele zeigte: es war sinnvoll, die Mitgliederversammlung dieses Mal auf einen Freitag zu legen. Zwar ließen sich sowohl Andreas Jung (MdB) als auch Wolfgang Reuther (MdL) aufgrund zahlreicher parallel laufenden Wahlkampftermine entschuldigen, aber beide kündigten schon im Voraus ihre Anwesenheit zu den demnächst stattfindenden Terminen in Steißlingen (Podiumsdiskussion des Südkuriers in der Seeblickhalle am 08. März und zum CDU-Infostand im Ortskern am 05. März, vormittags) an.
 

weiter